Großadmiral Karl Dönitz – Reichspräsident Deutsches Reich

Geschäftsführende (Militär-)Regierung des Deutschen Reichs ab dem 30. April 1945

General der Infanterie Otto Lasch

English: Otto Lasch bunker interior. Русский: ...

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Otto Lasch (* 25. Juni 1893 in Pleß, Oberschlesien; † 28. April 1971 in Bad Godesberg) war ein deutscher Offizier, zuletzt General der Infanterie der Wehrmacht im Deutschen Osten.

Der Sohn vom Oberforstmeister des Fürsten Pleß (Fürstentum Pleß an der Plesse (Pszczynka)

trat nach dem Abitur 1914 als Offizieranwärter in das Jäger-Bataillon „Fürst Bismarck“ Nr. 2 in Kulm ein, mit dem er am Ersten Weltkrieg teilnahm. Zum Ende des Krieges wurde er als Fliegerbeobachter eingesetzt.

Nach dem Jahr 1918 wurde er zunächst im Grenzschutz Ost verwendet.

Nach 1920 diente Lasch zunächst in der Landespolizei, bis er im Jahre 1935 in die Wehrmacht übernommen wurde. Nachdem er zunächst ein Bataillon und später ein Regiment befehligt hatte,

English: Blindage of the commandant of Königsb...

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Nach der Einschließung Königsbergs (Kaliningrad) durch die Rote Armee im

Verlauf der Schlacht um Ostpreußen

wurde General Lasch Ende Januar 1945 zum Kommandanten der zur „Festung“ erklärten Stadt Königsberg ernannt, die General Lasch mit drei angeschlagenen Divisionen gegenüber 36 Divisionen des Gegners verteidigen sollte.

Nachdem am 6. April 1945 der Endkampf um die Stadt begonnen hatte, kapitulierte General Lasch am Abend des 9. April 1945

(siehe Schlacht um Königsberg).

Dafür wurde General Lasch von Hitler wegen „Feigheit vor dem Feind“ degradiert und in Abwesenheit zum Tod verurteilt. Seine Familie wurde in Sippenhaft genommen.

Laschs Frau und die beiden Töchter wurden daraufhin in Dänemark und in Berlin verhaftet, kamen aber nach Kriegsende wieder frei.

General Lasch selbst geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft, in der er zahlreiche Lager durchlief.

1948 wurde General Lasch zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt und nach Workuta verbracht. Ende Oktober 1955 kehrte General Lasch nach Adenauers Moskau-Besuch mit dem sog. Amnestiertentransport in die besatzungsrechtliche Ordnung der Westmächte Bundesrepublik Deutschland – die am 3. Oktober 1990 wegen Insolvenz zwangsliquidiert und in die Auffanggesellschaft de Juden Caio Koch-Weser (=Chaim Cohen-Weser) unter „Bundesrepublik Deutschland GmbH“, HRB 51411 Amtsgericht Frankfurt am Main überführt wurde – zurück.

Der Lasch-Bunker kann in Kaliningrad besichtigt werden.

Auszeichnungen

Werke

  • So fiel Königsberg. Kampf und Untergang von Ostpreußens HauptstadtGräfe und Unzer Verlag, München 1958. Neuauflagen 1959 und 1994, Motorbuch Verlag. ISBN 3-87943-435-2
  • Zuckerbrot und Peitsche. Ilmgau Verlag, Pfaffenhofen/Ilm 1965 (Bericht über die Kriegsgefangenschaft)

Literatur

  • Dermot Bradley: Die Generale des Heeres 1921–1945 Band 7: Knabe-Luz; Biblio Verlag, Bissendorf 2004; ISBN 3-7648-2902-8, S.395–396

Weblinks

Einzelnachweise

  1.  Veit ScherzerDie Ritterkreuzträger 1939–1945, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S.495
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