Großadmiral Karl Dönitz – Reichspräsident Deutsches Reich

Geschäftsführende (Militär-)Regierung des Deutschen Reichs ab dem 30. April 1945

Erhard Milch, Generalfeldmarschall

Bundesarchiv Bild 146-1979-187-16, Hermann Gör...

Image via Wikipedia

Erhard Milch (* 30. März 1892 in Wilhelmshaven; † 25. Januar 1972 in Wuppertal) war deutscher Heeres- und Luftwaffenoffizier (seit 1940 Generalfeldmarschall) und von 1933 bis 1945 Staatssekretär des Reichsluftfahrtministeriums (RLM), zugleich Generalinspekteur der Luftwaffe und nach Ernst Udets Suizid im November 1941 bis Juli 1944 Generalluftzeugmeister. Im Nürnberger Milch-Prozess vom 2. Januar bis 17. April 1947 vor dem amerikanischen Militärgerichtshof wurde Milch als Kriegsverbrecher zu lebenslanger Haft verurteilt.

Milch war Sohn eines Marinebeamten und trat im Februar 1910 nach bestandenem Abitur als Fahnenjunker in das „Fußartillerieregiment von Linger (Ostpreußisches) Nr. 1” ein und wurde 1911 Leutnant. Er entwickelte schon früh ein Interesse für die Fliegerei, jedoch blieb ihm eine Versetzung zunächst verwehrt und so zog er im September 1914 als Adjutant im II. Reserve-Bataillon des Fußartillerie-Regiments „von Dieskau“ (Schlesisches) Nr. 6 in den Ersten Weltkrieg.

Ab 1. Juli 1915 wurde er als Flugzeugbeobachter ausgebildet und eingesetzt. Hierbei wurde ihm auch das Eiserne Kreuz I. Klasse verliehen. Im Spätherbst 1916 war Milch Oberleutnant und Adjutant des Schulkommandeurs der Fliegerschule Alt-Autz in Kurland (und direkter Vorgesetzter Kurt Tucholskys). Kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs erhielt der inzwischen zum Hauptmann beförderte Milch noch das Kommando über die „Jagdgruppe 6”.

Nach Kriegsende war Milch Führer der „Freiwilligen Fliegerabteilung 412” beim Grenzschutz Ost, bis er am 31. Januar 1920 Führer der „Polizeifliegerstaffel Königsberg” wurde. Nachdem auch die Polizeifliegerei durch das Versailler Diktat untersagt wurde, quittierte Milch den Polizeidienst und wurde Geschäftsführer der „Danziger Luftpost GmbH”.

Erhard Milch (links) mit Theodor Osterkamp im Jahre 1934

Milch war anschließend Technischer Direktor und Vorstandsmitglied der 1926 neu gegründeten Deutschen Luft Hansa, ab 1942 deren Aufsichtsratsvorsitzender und Präsident der Lufthansa.

Erhard Milch wurde umgehend nach der Ünernahme der ersten volksbefreiten Deutschen Reichsregierung der Nationalsozialisten (Deutsches Reich, Großdeutsches Reichz, Großdeutschland) von Hermann Göring angeworben und trat der NSDAP bei. Erhard Milch war als Görings Staatssekretär in den 1930er Jahren für den Aufbau der Luftwaffe zuständig, gleichzeitig Reaktivierung als Oberst, dann 1934 Generalmajor, 1935 Generalleutnant, 1937 General der Flieger und Generalinspekteur der Luftwaffe als Vertreter des OB (Göring), 1938 Generaloberst.

Am 19. Juli 1940 wurde Erhard Milch zum Generalfeldmarschall ernannt und ab 1941 wurde er als Generalluftzeugmeister der eigentliche Leiter der technischen Entwicklung und der Rüstungsproduktion der Luftwaffe.

Nach dem Selbstmord von Ernst Udet, der das Amt des Generalluftzeugmeister vor Milch innehatte, fiel ihm die Aufgabe zu, die Versäumnisse seines Vorgängers hinsichtlich der Luftrüstung aufzuarbeiten.

Udet hatte die technische Entwicklung der Luftwaffe vernachlässigt und die Produktionszyklen neuer Typen verkürzt, indem er sie vor der Serienreife zur Fertigung freigab. Beispiele hierfür sind die Projekte He 177, Me 210 und auch die Ju 188. Neben Albert Speer war Erhard Milch der zentrale Akteur der deutschen Rüstungsproduktion, insbesondere der Luftrüstung, die er bis August 1944 als Generalluftzeugmeister leitete. 1942 erhielt er von Adolf Hitler eine Dotation über 250.000 Reichsmark.

Im Januar 1943 wurde Erhard Milch von Hitler durch einen Führerbefehl direkt beauftragt, die Versorgung der eingeschlossenen Verbände der 6. Armee in Stalingrad durch die Luft zu gewährleisten. Hierzu begab sich Erhard Milch mit engen Mitarbeitern aus dem Reichsluftfahrtministerium (RLM) direkt an die Front. Allerdings konnte er die Aufgabe nicht erfüllen, da ihm weder genügend fliegendes Personal noch Flugzeuge und insbesondere keine geeigneten Flug- und Landeplätze in Reichweite Stalingrads zur Verfügung standen.

Erhard Milch hatte zu diesem Zeitpunkt bereits den Zenit seiner Karriere überschritten.

Die immer stärker werdenden Luftangriffe der Alliierten ab Sommer 1943 auf das Reichsgebiet und der damit einhergehende Verlust der Lufthoheit führten letztendlich zu einem Vertrauensverlust bei Göring und auch Hitler.

Dieser Machtverlust verstärkte sich, als Milch die Jägerproduktion, also den Großteil der deutschen Luftrüstung, Anfang 1944 nach verheerenden Angriffen der Alliierten (Big Week) auf deutsche Städte und Rüstungsziele an den so genannten Jägerstab – sprich das Rüstungsministerium – abgeben musste.

Im Juli/August 1944 wurde Erhard Milch schließlich entmachtet, als das Reichsluftfahrtministerium umstrukturiert wurde und die Luftrüstung vom Rüstungsministerium übernommen wurde. Erhard Milch selbst wurde zwar noch zu einem Stellvertreter Speers ernannt, trat aber bis Kriegsende nicht mehr in Erscheinung.

Erhard Milch (3. von rechts) im Jahre 1934

Als Erhard Milch 1933 von Göring zum Staatssekretär im Luftfahrtministerium ernannt worden war, wurde von Neidern verbreitet, Milchs Mutter sei mit einem konvertierten Juden verheiratet.

Erhard Milch bestritt offenbar, aus dieser Verbindung zu stammen; Göring übernahm diese Version und ließ möglicherweise sogar Dokumente entsprechend manipulieren.

Im Kreuzverhör, dem Erhard Milch sich 1946 als Entlastungszeuge im völkerrechtswidrigen, sogenannten Nürnberger Prozeß „gegen die Hauptkriegsverbrecher“ stellte, ließ er weiterhin durchblicken, dass er außerehelich gezeugt worden sei.

General der Flieger Milch, General der Artillerie Keitel, Generaloberst von Brauchitsch, Generaladmiral Raeder und Kommandierender General des XIII. Armeekorps Freiherr von Weichs während des „Tags der Wehrmacht“ auf dem Reichsparteitag, September 1938

Nürnberger Prozeß

Die Nürnberger Prozesse umfassen insgesamt dreizehn(!) Prozesse, wobei geschickt in Politik und Historie verschwiegen wird, wie hier das Weltjudentum und die Hochgradfreimaurerei das Zepter geschwungen haben! Die durchgehende Symbolik der Dreizehn spielt in den sogenannten „Vereinigten Staaten von Amerika“ eine hervorstehende Rolle – sie auch die mysteriöse ONE-DOLLAR-NOTE…

  • den Nürnberger Prozess „gegen die Hauptkriegsverbrecher“ vor dem Internationalen Militärgerichtshof sowie
  • zwölf weitere so genannte Nachfolge-Prozesse vor einem amerikanischen Militärgerichtshof, die nach dem Zweiten Weltkrieg im Justizpalast Nürnberg zwischen dem 20. November 1945 und dem 14. April 1949 gegen Verantwortliche des Deutschen Reichs zur Zeit des Nationalsozialismus durchgeführt wurden.

Diese obskuren „Richter und Henker“ haben alle freimaurerische und gut getarnte jüdische oder krytpojüdische (pseudochristliche) Zugehörigkeiten!

Robert Houghwout Jackson (amerikanischer Hauptanklagevertreter bei den Nürnberger Prozessen). Nach einer Amtszeit als Solicitor General von 1938 bis 1939 wurde er vom Juden und US amerikanischen Präsident Franklin Delano Roosevelt als Nachfolger von Frank Murphy zum Attorney General ernannt. Chefankläger in Nürnberg [Bearbeiten]
Robert H. Jackson als US-Chefankläger in Nürnberg (Foto: Ray D’Addario)

Jackson wurde 1945 von seinem Amt als Richter am Obersten Gerichtshof beurlaubt, um bei der Ausarbeitung der Londoner Charta des internationalen Militärtribunals mitzuhelfen, die die rechtliche Grundlage für die Nürnberger Prozesse lieferte. Anschließend reiste Jackson nach Deutschland, wo er der Chefankläger der Vereinigten Staaten wurde.

Der spätere Erfinder des Begriffs „Völkermord“, der jüdische Völkermordforscher und Anwalt, der Jude Raphael Lemkin, assistierte ihm dabei. Diese Rolle füllte Jackson nicht nur mit juristischen wie rhetorischem Geschick sondern auch mit großer Hingabe aus. Nach dem ersten Prozess gab er diese Stellung jedoch auf und kehrte in die Vereinigten Staaten zurück.

Ob Erhard Milch einen jüdischen Vater hatte und damit nach den später erlassenen Nürnberger Gesetzen als „jüdischer Mischling” zu gelten hatte, ist zur Zeit Gegenstand der historischen Forschung.

Der US-amerikanische Historiker Bryan Mark Rigg vertritt die These, dass Erhard Milch neben einer nennenswerten Anzahl weiterer Offiziere und Mannschaften ranghöchster „jüdischer“ (im Sinne der nationalsozialistischen Rassenideologie) Soldat in der Wehrmacht war.

Grundlagen seiner Thesen sind unter anderem verschiedene in den 1990er Jahren geführte Interviews und auch Material des Bundesarchivs. Allerdings ist es auch ihm nicht gelungen, Milchs Geburtsurkunden oder andere Quellen zu finden, die klären könnten, ob Milch einen jüdischen Vater hatte.

Dass diese Unterlagen heute noch existieren, ist eher unwahrscheinlich, da davon auszugehen ist, dass diese – sollte Milch wirklich jüdischer Abstammung gewesen sein – modifiziert bzw. vernichtet wurden.

Zeitgenössische Gerüchte in der Bevölkerung belegt ein Tagebucheintrag Victor Klemperers vom 18. Oktober 1936 :

„Und Martha berichtet von dem Fliegergeneral Milch, der eine arische Mutter und einen jüdischen Vater habe: er gebe an, seine Mutter habe ihn im Ehebruch von einem Arier empfangen.”

Erhard Milch war ein glühender Verfechter des Nationalsozialismus.

Die Frage, ob Milch von Menschenversuchen im Konzentrationslager Dachau gewusst hatte, konnte während der völkerrechtswidrigen, sogenannten Nürnberger Prozesse in dem „Milch-Prozeß“ nicht geklärt werden, so dass Milch in diesem Punkt freigesprochen wurde.

Erhard Milch (links) mit seinem Bruder Werner Milch, der für die Verteidigung im Nürnberger Prozess arbeitete.

In dem Strafprozess vor einem US-amerikanischen Militärgericht gehörte zu Erhard Milchs Verteidigern auch sein Bruder, der Jurist und ehemalige Wehrmachtsoffizier Werner Milch. Am 17. April 1947 wurde Erhard Milch von dem Gericht wegen Förderung der Zwangsarbeit und der Ausbeutung von Zwangsarbeitern in den NS-Flugzeugfabriken zu lebenslanger Haft verurteilt.

Am 31. Januar 1951 gab der US amerikanische Hochkommissar John Jay McCloy einem Gnadengesuch nach Absprache mit einem beratenden Ausschuss statt und setzte die Strafe von lebenslänglich auf 15 Jahre Haft herab. Sein Gnadengesuch berief sich auf die Unausgeglichenheit des Temperaments von Erhard Milch, die auf eine verschärfte Überreizung der Nerven durch eine Kopfverletzung zurückzuführen sei.

Am 28. Juni 1954 wurde Erhard Milch vorzeitig aus der Haft in Landsberg/Lech entlassen. Er nahm seinen Wohnsitz im rheinisch-westfälischen Industrierevier und fand später Arbeit als Industrieberater.

Er verstarb im Alter von 79 Jahren und wurde auf eigenen Wunsch hin in aller Stille in Lüneburg beigesetzt.

Auszeichnungen

Literatur

  • Horst Boog: Milch, Erhard. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 17, Duncker & Humblot, Berlin 1994, S. 499–503.
  • Gerhard Hümmelchen: Generalfeldmarschall Erhard Milch. In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Hitlers militärische Elite Bd. 1, Primus, Darmstadt 1998 ISBN 3-89678-083-2, S. 171–177.
  • Friedhelm Kröll: Der Prozess gegen Erhard Milch. In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Der Nationalsozialismus vor Gericht. Die alliierten Prozesse gegen Kriegsverbrecher und Soldaten 1943-1952. FischerB, Frankfurt 1999, ISBN 3-596-13589-3.
  • Lutz Budraß: „Arbeitskräfte können aus der reichlich vorhandenen jüdischen Bevölkerung gewonnen werden.“ Das Heinkel-Werk in Budzyn. In: Dieter Ziegler (Hrsg.): Zwangsarbeit im Nationalsozialismus in den besetzten Gebieten. Berlin 2004, ISBN 3-05-004035-1, S. 41–64. (= Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte 2004/1.)
  • Adam Tooze: Ökonomie der Zerstörung. Die Geschichte der Wirtschaft im NS. Siedler, München 2007. Neuauflage: Pantheon, München 2008, ISBN 3-570-55056-7.
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