Großadmiral Karl Dönitz – Reichspräsident Deutsches Reich

Geschäftsführende (Militär-)Regierung des Deutschen Reichs ab dem 30. April 1945

Kommentartext zu Teil 2 – Hitlers Helfer – Karl Dönitz: Der Nachfolger (2/6)

Karl Dönitz

Image via Wikipedia

Kommentartext zu Teil 2

Bereits am nächsten Tag legt Dönitz eine ganz klare Konzeption für Aufbau, Entwicklung, Übung usw. der Ubootswaffe vor. Seine Auffassungsgabe und Schnelligkeit im Enschlußfassen gelten als typisch für Dönitz. Hitler will in seinem Hang zum Grandiosen und zu den Superlativen neben der Ubootwaffe große Schlachschifffe. Dönitz beobachtet dies mit Argwohn, weil er diese „Riesenpötte“ zu Recht als veraltet betrachtet.

Allerdings predigt Dönitz gegen die Wand. Seine visionäre Sichtweise, England beizukommen, dem Feind von gestern und morgen: England von den lebenswichtigen Handelswegen abzuschneiden, ihn auszuhungern, „das können nur Uboote“. Doch noch steht er im zweiten Glied und stößt auf taube Ohren.

Während die Olympischen Spiele 1936 stattfinden, steuert Adolf Hitler zwangsläufig auf den Krieg zu, der ihm von England und den Zionisten aufgezwungen wird. Die Hintergründe dafür lassen sich in den bekannten Protokollen nachlesen, die allerdings im Geschäftsbetrieb der BRD GmbH (HRB 51411 Amtsgericht Frankfurt am Main) nicht verkauft werden dürfen.

Hitler hat es binnen drei Jahren geschafft, das große Elend von Hunger und Arbeitslosigkeit zu beseitigen. Dem Deutschen Volk geht es endlich wieder gut.

1938 kommt es im November zu Ausschreitungen des Deutschen Volkes gegen die Wucherer und Zinsherrschaftler und fordern sie dazu auf, das Deutsche Reich zu verlassen – und die Ausbeutung durch die willkürliche und maßloseste Zinsknechtschaft zu beenden. Dönitz reklamiert bei Adolf Hitler diese „ungeordneten Verfolgungen“ durch mündlichen Protest.

Allerdings darf bezweifelt werden, daß an dem Symboldatum des 9. Novembers wirklich der Volkszorn zum Tragen kam. Vieles spricht dafür, daß es sich hier wie an allen anderen geschichtlich bedeutsamen Ereignisse von dem Nasi als dem Führer des Sanhedrins angeordnet worden sind.

Dönitz zeigt sich entsetzt über diesen Beginn kämpferischer Handlungen, weil er klar erkannte hatte, daß England zur See haushoch überlegen ist – eine Überlegenheit, gegen die er nur mit seinen 56 Ubooten antreten kann.

Dönitz beschließt, aus der ausweglosen Lage das beste zu machen und verdrängt die Ängste der Marinesoldaten – die alle die Sachlage kennen.

  • Am 4. September 1939 erfolgt die Versenkung des britischen Passagierdampfers Athenia. Das Schiff wurde durch einen Torpedo der U 30 versenkt. Bei und nach der Torpedierung starben 19 Besatzungsmitglieder und 93 Passagiere. Die Athenia war das erste Schiff, das im Zweiten Weltkrieg versenkt wurde. Das Ereignis wird auch als Athenia-Zwischenfall bezeichnet.

Hitler hält den Seekrieg noch für eine Nebensache. Dennoch nutzt Dönitz jede Begegnung mit Hitler dazu, die 300 Uboote zu fordern. Doch monatlich werden nur zwei Uboote gefertigt. Deshalb muß für Dönitz ein Überraschungscoup her. Im Oktober 1939 – denn mit Ubootsiegen kann Dönitz Stimmung machen – gelang dies mit dem Einsatz der U 47 unter dem Kommandaten Kapitänleutnant Günther Prien, dem „Stier von Scapa Flow„.

  • Berühmt wurde U 47 durch die Versenkung des britischen Schlachtschiffes HMS Royal Oak im britischen Flottenstützpunkt Scapa Flow14. Oktober 1939: Versenkung des Schlachtschiffes Royal Oak mit 29.150 t in Scapa Flow, Heimathafen der britischen Home Fleet. Es gab 833 Tote; 400 Mann der Besatzung konnten sich retten.

Mit diesem Einsatz brannte sich Karl Dönitz ins Visier der Briten ein und tauchte immer wieder vor ihrem „Radar“ auf. Nun war er einer der wichtigen Akteure geworden. Der Premierminister Churchill gab nach dem Mai 1945 zu:

„Das einzige, was mich in ständiger Furcht hielt, waren die Dönitz-Boote.“

Doch was weiterhin für Hitler zählt, sind die Siege des Heeres an Land. Frankreich ist nunmehr geschlagen: der Weg zum Atlantik liegt frei. Mit dieser Basis am Festland kann Dönitz seine Ubootflotte wirkungsvoll formieren. Mit der Rudeltaktik werden nun die britischen Konvois wirkungsvoll angegriffen werden – England soll ausgehungert werden.

Wie die Wölfe greifen mehrere Uboote gleichzeitig an. Obwohl nur wenige Seeleute umfassend, ließen sie sich sowohl für die Propaganda wirkungsvoll einsetzen, sondern auch durch Dönitz´ Taktik. Allerdings muß man auch die extreme Lebenssituation für die Besatzungen unter Wasser im alles andere als glanzvollen Alltag sehen: die unerträgliche Enge, der Gestank, die engste Intimität mit den Kameraden sorgen für stärkste Belastungen für das Zusammenleben auf längere Sicht.

Die Westerplatte und der 1. September 1939

Am 31. August kam der verschlüsselte Funkspruch mit der Aufforderung, um 4:45 Uhr Polen anzugreifen. In der Nacht zum 1. September verholte die „Schleswig-Holstein“ an eine andere Stelle des Hafenkanals, etwa 400 Meter von der Westerplatte entfernt, um ein besseres Schussfeld auf die Westerplatte zu haben. Die Lage und die Stärke der polnischen Befestigungen war der deutschen Seite nicht bekannt. Sie konnten von der „Schleswig-Holstein“ auch nicht eingesehen werden.

In der Nacht zum 1. September wurden die MSK-Soldaten ausgebracht, damit sie sich zum Angriffsbeginn vor der Festung in Position bringen konnten. Um 4:45 Uhr begann der Angriff. Die Marinestoßtruppkompanie unter Oberleutnant Henningsen mit zwei Infanteriezügen und einem Pionierzug griff nach einem Feuerschlag der Schiffsartillerie der „Schleswig-Holstein“ von der Landseite her an, unterstützt durch Schiffsgeschütze des Beobachtungstrupps unter der Leitung von Leutnant Harny und Feuer der SS-Heimwehr Danzig sowie von Leutnant Hartwig, der das Kommando über den Maschinengewehr-Zug auf dem Linienschiff innehatte. Die Westerplatte wurde hartnäckig verteidigt; viele der polnischen Schützen saßen in Bäumen. Während der Kämpfe wurde Oberleutnant Henningsen tödlich verwundet, Oberleutnant Schug übernahm das weitere Kommando. Der Feuerschlag hatte wenig Wirkung gehabt, wegen der kurzen Entfernung kamen die Granaten zu flach, um die unterirdischen Deckungen treffen zu können. Sie explodierten in den Bäumen und machten das Gelände durch herabgefallenes Astwerk schwer passierbar. Der Kampf wurde immer unübersichtlicher und zerlief sich in guerillaartigen Einzelkämpferszenen.

Der erste Angriffstag brachte hohe Verluste ohne sichtlichen Erfolg. Der erste Angriff blieb unter schweren deutschen Verlusten im Abwehrfeuer liegen. Die Verluste der MSK beliefen sich auf 13 Tote und 58 Verwundete, von denen am folgenden Tag noch vier weitere starben. Insgesamt wurden die Verluste auf 40 bis 50 Tote geschätzt. Nachdem auch der zweite Angriffstag keine weiteren Erfolge zeigte, wurden Bombenangriffe angefordert, die am 2. September durch Stuka-Verbände erfolgten.

Am Abend des 2. Septembers wurde zwischen 18:05 Uhr und 18:45 Uhr ein Angriff mit Sturzkampfflugzeugen auf die Westerplatte geflogen. Etwa 60 Flugzeuge des Schlachtgeschwaders 2 „Immelmann“ griffen mit Sprengbomben und Bordwaffen an, richteten schwere Schäden an den Befestigungen an und demoralisierten die Besatzung. Der Kommandant, Major H. Sucharski, schrieb in seinen Erinnerungen, dass die Besatzung einem unmittelbar folgenden Angriff wohl nicht hätte standhalten können, zumal auch die Kommunikationswege zerstört worden waren. Wegen der mangelnden Abstimmung zwischen den deutschen Verbänden blieb jedoch ein anschließender Infanterieangriff aus. Inzwischen war zur Verstärkung eine Pionierkompanie der Wehrmacht herangebracht worden, die von Oberstleutnant Henke geführt wurde. Dieser riet von einem weiteren Angriff ab, solange man nicht die Feindlage erkundet habe.

Beschuss und Bombardement der Westerplatte zogen sich bis zum 7. September hin, an dem noch eine (erfolglose) bewaffnete Aufklärung stattfand. Erst nachdem die Verteidiger diesen Vorstoß zum Stehen gebracht hatten, kapitulierten sie. Vor den abziehenden polnischen Soldaten salutierten deutsche Offiziere, dem Kommandanten wurde der Säbel zurückgegeben „mit dem Recht, ihn während der Gefangenschaft zu tragen“.

Von Bedeutung ist, dass der Kampfauftrag für die Besatzung ursprünglich lautete, die Stellung sechs Stunden lang zu halten. Bis dahin würden polnische Truppen in Danzig eingedrungen sein und die Besatzung befreit haben. Dieses Versprechen hatte Oberst i. G. Hoszowski der versammelten Mannschaft bei einem Besuch im Sommer 1939 gegeben. Die Lage hatte sich jedoch inzwischen geändert. Am 31. August hatte Oberstleutnant Sobocinski, Leiter der Militärabteilung bei der polnischen Botschaft in Danzig, die Westerplatte besucht und den Kommandanten über die aussichtslose Lage der Verteidiger informiert. Das zum Entsatz der Westerplatte geschaffene Einsatzkorps, bestehend aus der 13. und 17. Division der Pommernarmee, war aufgelöst worden; die beiden Divisionen waren am 31. August in die Gegend von Skierniewice zurückgezogen worden. Das der Besatzung gegebene Versprechen konnte also nicht eingehalten werden. Sobocinski befahl, das Durchgangslager sollte zwölf statt der zuvor befohlenen sechs Stunden Widerstand leisten. Davon wusste aber nur der Kommandant. Nur er war auch über Radionachrichten über die Gesamtlage informiert.

Die polnischen Verluste waren in Anbetracht des schweren Feuers durch 28-cm- und 15-cm-Schiffsgeschütze und des Angriffs durch Flugzeuge relativ gering: Eine polnische Quelle beziffert sie auf 15 Gefallene, 13 Schwer- und 25 bis 40 Leichtverwundete.

Der Einsatz der U 30 und die Versenkung des britischen Linienschiffes Athenia

Das Boot lief am 22. August 1939 um 4.00 Uhr von Wilhelmshaven aus, und lief am 27. September 1939 wieder dort ein. Auf dieser 37 Tage dauernden Unternehmung in den Nordatlantik nordwestlich von Irland wurde drei Schiffe mit 23.206 BRT versenkt.

4. September 1939: Versenkung des britischen Passagierdampfers Athenia mit 13.581 BRT. Das Schiff wurde durch einen Torpedo versenkt. Das Schiff, das sich auf dem Weg von Glasgow über Liverpool nach Montreal befand, hatte 315 Besatzungsmitglieder und 1102 Passagiere, viele von ihnen Flüchtlinge aus Europa, an Bord. Bei und nach der Torpedierung starben 19 Besatzungsmitglieder und 93 Passagiere. Die Athenia war das erste Schiff, das im Zweiten Weltkrieg versenkt wurde. Das Ereignis wird auch als Athenia-Zwischenfall bezeichnet.

Zurück zur Gesamtübersicht über alle sechs Teile der Dokumentation von Guido Knopp.

Related articles
Advertisements

Einsortiert unter:Deutsches Reich, Karl Dönitz, Wehrmacht, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

One Response

  1. […] Ein Problem stellt es für Karl Dönitz dar, daß ihn zwar Adolf Hitler mit dem Aufbau der Marine be… […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: